
ÜBER
MARNIE NOIR
Marnie Noir ist eine multidisziplinäre zeitgenössische Künstlerin und Malerin aus Wuppertal, Deutschland. Ihre künstlerische Praxis beschäftigt sich mit Wahrnehmung, Dunkelheit, Kreativität und menschlicher Erfahrung. Ihre Faszination für Schwarz und Weiß begann lange bevor sie diese als Kunst verstand. Auf dem Weg zum Kindergarten entdeckte sie eines Wintermorgens kleine schwarze Salzkristalle auf dem weißen Schnee. Während andere achtlos an ihnen vorbeigingen, war sie von ihrer Schönheit, ihren Strukturen, Spiegelungen, Oberflächen und den unzähligen Nuancen des Schwarz fasziniert. Für sie waren sie von besonderem Wert. Stundenlang konnte sie sie betrachten. Sie ihre bunten Bilder mit schwarzer Wachsmalfarbe und spielte im Dunkeln, fasziniert von der unendlichen Welt aus Licht, Schatten und Wahrnehmung.
Schon früh erlebte Marnie, dass Menschen dieselbe Realität betrachten und dennoch etwas völlig Unterschiedliches sehen können. Was für sie offensichtlich und bedeutungsvoll war, blieb für andere oft unsichtbar. Schwarze Kleidung, die sie als beruhigend und natürlich empfand, wurde von anderen als dunkel oder bedrohlich interpretiert. Diese Erfahrungen prägten ihre lebenslange Faszination für die Frage, warum wir sehen, was wir sehen, und warum Menschen dieselbe Welt unterschiedlich wahrnehmen.
Sie studierte zunächst Modedesign und wechselte später in die Kreativwirtschaft, wo sie an der Schnittstelle von Gestaltung, Technologie und digitalen Umgebungen arbeitete. Die enge Zusammenarbeit mit Entwickler:innen sowie ihre Beschäftigung mit digitaler Kunst, CGI und Virtual Reality erweiterten ihren Blick auf die Beziehung zwischen Technologie, visueller Information und menschlicher Wahrnehmung. Gleichzeitig führte der berufliche Alltag zunehmend zu einer Distanz zu ihrem eigenen kreativen Ausdruck. Ihre künstlerische Praxis geriet ins Stocken. Erst die Isolation während der COVID-19-Pandemie, als die Außenwelt plötzlich ruhiger wurde und sie mit sich selbst allein war, führte sie zurück zur Kunst. Die Dunkelheit, die zum neuen Alltag geworden war, wurde wieder zur Erinnerung an einen Raum der Rückverbindung. Sie begann wieder zu malen und entwickelte innerhalb kurzer Zeit eine eigenständige künstlerische Praxis.
Seit 2021 arbeitet Marnie Noir als freischaffende multidisziplinäre Künstlerin. Ihre Arbeit umfasst monochrome Kunst, Textilien, digitale Illustrationen, Plastiken sowie immersive Kunst und entwickelt sich kontinuierlich über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg. Parallel zu ihrer künstlerischen Praxis absolvierte sie eine Ausbildung zur Kunst- und Kreativitätstherapeutin und vertiefte ihre Beschäftigung mit Kreativität als Ausdrucksform, Reflexion und persönlicher Transformation.
2023 veröffentlichte sie das limitierte Kunstbuch Marnie Noir: Between Art and Society bei Snap Collective. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen, Live-Painting-Formaten und künstlerischen Kollaborationen in Wuppertal und darüber hinaus präsentiert.
Heute entwickelt Marnie Noir ihre künstlerische Praxis aus Wuppertal weiter. The Art of Transformation bildet den konzeptionellen Rahmen ihrer fortlaufenden Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Dunkelheit, Kreativität, Individualität und menschlicher Erfahrung.